Ich habe es so nötig,
Ihr Denken neben mir zu fühlen.
(Simone de Beauvoir)


 

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Sarasophie: Das Experiment

Man spricht es zusammen gezogen, mit Betonung auf dem O. Sarasophie. Es soll klingen wie ein mythischer Begriff, es soll sein wie eine Wissenschaft über Herrinnen, Fürstinnen und Prinzessinnen.

Sarasophie, das Experiment, soll Basis sein für alles, was kommen wird. Sarasophie, die Weisheit der Fürstinnen, wird die Gegenwart mit der Kraft der Vergangenheit in die Zukunft lenken.

 



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Blog

22.9.11 00:11


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Zitat aus "Annemarie Schwarzenbach. Eine beflügelte Ungeduld" // Dominique Laure Miermont

"In den Diskussionen war kein Mädchen fähig, wirklich eine Meinung zu vertreten oder persönliche Kraft zu beweisen. Dass die Buben uns im Spiel weit überlegen sind, ist weiter nicht merkwürdig. Aber im Allgemeinen sind wir Mädchen absolut nicht unter den Buben stehend. Ich meine die jungen Mädchen zwischen 15 und 21 brauchen sich wahrhaftig nicht vor der Überlegenheit des männlichen Geschlechts zu fürchten. Aber im Wandervogel ja. Es gibt hundert Erklärungen, aber keine Entschuldigungen dafür."
26.7.11 15:08


Irgendwann 2008

Einst da ich bittere Tränen vergoß
da in Schmerz aufgelöst meine Hoffnung zerrann
und ich einsam stand am dürren Hügel,
der im engen dunklen Raum die Gestalt meines Lebens barg -
einsam, wie noch kein Einsamer war
und von unsäglicher Angst getrieben,
kraftlos, nur ein Gedanke des Elends noch -
wie ich da nach Hilfe umher schaute
vorwärts nicht kam und rückwärts nicht
und hing am fliehenden, verlöschenden Leben
mit unendlicher Sehnsucht

da kam aus blauen Fernen
von den Höhen meiner alten Seeligkeit
ein Dämmerungsschauer -
und mit einem Male riss
das Band der Geburt, des Lichtes Fessel
hin floh die irdische Herrlichkeit und meine Trauer mit ihr
zusammen floss die Wehmut
in eine neue, unergründliche Welt
die Nachtbegeisterung, Schimmer des Himmels, kam über mich
die Gegend hob sich sacht empor
und über ihr schwebte mein entbundener neugeborener Geist

27.6.11 16:23


"Insekten haben für mich nie eine große Bedeutung gehabt. Zuweilen habe ich als Kind auf dem Boden, im Gras gesessen und dem ein oder anderen Käfer zugesehen, wenn im Frühling die Sonne immer wärmere und letztlich heißere Strahlen zu uns auf die Erde schickte. Ich habe, wie vielleicht jedes Kind, plötzlich eine Spur Ameisen erblickt und bin ihnen neugierig gefolgt. Irgendwann kam ich nicht weiter oder die Spur endete in einem großen Ameisenhaufen. Je nach Erfolg meiner Ermittlung hat mich das zufrieden und mit einem Lächeln zurück gelassen oder enttäuscht und bald darauf mit Wut. Insekten erwecken viele Emotionen in uns. Ein Kind liebt die Punkte des gefundenen Marienkäfers auf seinem Rücken zu zählen, während er von der Fingerspitze bis in die Armbeuge läuft. Kinder überbieten sich auch gern darin, den zu finden, der die meisten Punkte hat. Die Eltern lächeln und sagen, ein Punkt entspräche einem Lebensjahr. Aber es gibt eben auch andere Momente. Die Kinder spüren Faszination, wenn sie ein so tüchtiges, kleines Lebewesen entdecken. Es ist so winzig und hat ganz viele Beinchen. Es ist auch sehr stark für seine Größe, hat viele kleine glänzende Augen, die unergründbar sind. Kinder fasziniert das, weil sie es nicht kennen und es ihnen auch ein wenig Angst macht. Erwachsene ignorieren Insekten, ekeln sich vor ihnen, zerschlagen, treten auf sie. Die Faszination ist verschwunden. Weshalb?

Ich gehöre zu der Generation in deren Lebenswelt elektronische Geräte eine größere Rolle gespielt haben als die Natur. Ich kenne die Namen und Bezeichnungen, die Unterschiede zwischen den einzelnen Gattungen und Arten nicht - ob es nun Bäume, Sträucher, Blumen oder Insekten sind. Manchmal hat man Begrifflichkeiten in der Schule gehört oder von den Eltern im Garten oder während eines Ausflugs, doch meist blieb das Gehörte nicht im Gedächtnis. Der Lebensmittelpunkt war ein anderer. Ich gehöre zu der Generation, die aufgrund von gesellschaftlichen Entwicklungen, der Sinnsuche in einer technologisierten Gesellschaft, wesentlich mehr Begrifflichkeiten aus anderen Welten kannte und behielt als aus der eigenen. Traumwelten und Fantasiegestalten waren schon immer sehr präsent, doch wohl nie so stark wie in meiner Generation. Es gab keinen Krieg, keine existenziellen Ängste. Die Welt schien ebenso überflüssig, wie der Mensch und alles als eine abzustreifende Schicht alter Kleidung oder die zu kleine Haut für das wachsende Reptil, die Puppe in der aus der Raupe ein Schmetterling wird, ein Panzer, der einengt und doch nötig ist, um die nächste Stufe der Evolution zu erreichen. Meine Generation befand sich in einer Puppe und schlief einen Traum von utopischen Welten, in denen der Mensch als Individuum eine Aufgabe hat. Sie schlief und wartete auf den Tag, da die Puppe aufbrechen würde. Nun, nichts ist wichtiger als Selbstschutz, nichts ist wichtiger als Selbsthass - als Basis für diese Situation für die man nicht und eben doch verantwortlich ist und die unveränderbar und unüberwindbar scheint. Die Larve weiß nichts von ihrer Entwicklung zum Schmetterling, aber sie träumt davon.

Insekten haben für mich nie eine große Bedeutung gehabt. Man ist nur fasziniert, wenn man auf dem Boden sitzt und sie bei ihrer tödlich endenden Arbeit beobachtet. Man sitzt nicht lange auf dem Boden. Bereits im Moment des Aufstehens hat man die Welt der faszinierenden Insekten vergessen. Insekten sind bloß ekelhaftes Getier, das nicht in unsere Gesellschaft gehört."

14.5.11 19:26


Egon Schiele



Schiele spiegelt unsere Verletzlichkeit, fortwährend geleugnet von den Menschen, aber unsere wahre und die allgegenwärtige Schönheit beinhaltend.

 

 

26.1.11 17:31


Theodor Storm

Noch einmal fällt in meinen Schoß
die rote Rose Leidenschaft;
noch einmal hab ich schwärmerisch
in Mädchenaugen mich vergafft;
noch einmal legt ein junges Herz
an meines seinen starken Schlag;
noch einmal weht an meine Stirn
ein juniheißer Sommertag.
22.12.10 11:02


Stolz und Vorurteil.

Ich hab den Stolz der Rose. Jeder hat eine eigene Form des Stolzes und nichts ist wichtiger als dieser Stolz. Wer keinen Stolz hat, muss zu ihm finden.
Mein Stolz kann von niemandem gebrochen werden - nur von mir selbst. Ich selbst bin mein größter Feind. Ich selbst bin mein größter Feind und dessen bin ich mir bewusst.
Mein Stolz kann von niemandem gebrochen werden - allenfalls vergrößert. Alles, was mir widerfährt, kann meinen Stolz nur vergrößern.
Ich hab den Stolz der Rose.
Der Stolz, die Ehre, ist in diesem Zeitalter im Hinblick auf den Kapitalismus vergessen worden. Nichts ist wichtiger als dieser Stolz.

Ich selbst bin mein größter Feind.
21.11.10 15:44


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